Der 90. Jahrestag der deutschen Novemberrevolution und der Ermordung Rosa Luxemburgs - Ein Überblick über Tagungen, Kolloquien und Foren

Beisetzung Rosa Luxemburgs 1919

Angesichts der weitverbreiteten Ansicht, dass die Forschung zur deutschen Novemberrevolution 1918 weitgehend zu ruhen schien, überraschte es, dass 2008 und 2009 eine ganze Reihe von wissenschaftlichen Konferenzen und öffentlichen Veranstaltungen zum Gedenken an die deutsche Revolution 1918/19 und an die Ermordung Rosa Luxemburgs stattfand.

Den Reigen dieser Tagungen eröffnete die IG Metall am 25./26. Januar 2008 mit ihrem stark besuchten Bildungsseminar in Berlin zum Thema „Streiken gegen den Krieg! Die Bedeutung der Massenstreiks in der Metallindustrie vom Januar 1918“, einem wichtigen historischen Ereignis zur Vorgeschichte der Novemberrevolution. In den Referaten behandelten Historiker Themen wie die Entstehung der Massenstreiks im Ersten Weltkrieg im Rahmen der innenpolitischen und sozialen Gegebenheiten mit Schwerpunkten auf den innergewerkschaftlichen Aspekten des Metallarbeiterverbands (Ottokar Luban), den friedenspolitischen Kontexten in der Arbeiterbewegung (Friedhelm Boll), der Herausbildung des Kreises der oppositionellen Betriebsvertrauensleute, die später als „Revolutionäre Obleute“ bekannt geworden sind (Dirk H. Müller), und der Rezeption des Januarstreiks in der partei- und gewerkschaftsnahen Geschichtsschreibung (Frank Heidenreich). Die Ergebnisse der Tagung sind bereits in einem Konferenzband veröffentlicht.

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