Venezuela

Venezuela

In Venezuela finden sich Erfahrungen von Selbstverwaltung, Arbeiterkontrolle und Mitverwaltung von Produktionsmitteln und Dienstleistungen die vom historischen Kooperativismus bis heute reichen. Die Anfänge liegen zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Damals propagierte Carlos León, Schüler des Franzosen Charles Gide, Kooperativengründungen in Venezuela. Die Kooperativenbewegung war jedoch starker Repression ausgesetzt, León wurde ab 1914 inhaftiert und ging 1923 ins Exil nach Mexiko. In der 1960er Jahren förderten sowohl die Regierung wie auch linke Organisationen die Gründung von Kooperativen. weiterlesen »

Cecosesola

"In Barquisimeto, einer Millionenstadt im Westen Venezuelas experimentiert der Kooperativenverbund Cecosesola seit mehr als vier Jahrzehnten mit Selbstverwaltung und Basisdemokratie. Die Kooperativistas betreiben große Gemüsemärkte, produzieren Lebensmittel und bieten Gesundheitsversorgung und andere Dienstleistungen an. Sie arbeiten ohne Chefs, entscheiden im Konsens, bewältigen die Aufgaben im Rotationsverfahren und stellen immer wieder alles in Frage. weiterlesen »

Vivex feiert dreijähriges Jubiläum seiner Verstaatlichung

Die vor drei Jahren verstaatlichte und unter Arbeiterkontrolle geführte Fabrik Vivex in Barcelona - nicht in Katalonien, sondern im Osten Venezuelas - ist mittlerweile unabhängig von staatlichen Zuwendungen. weiterlesen »

Basisdemokratie à la Bolivariana

»Wir brauchen eine Organisation auf nationaler Ebene, damit wir von den staatlichen Institutionen als Akteur ernst genommen werden«, meint Luis. Luis ist Mitglied des Nationalen Netzwerk der Comuneros und Comuneras (RNC), das sich zum Ziel gesetzt hat, aus den Basisinitiativen der Consejos Comunales (CCs), der »kommunalen Räte«, eine landesweite  Struktur zu bilden. weiterlesen »

Auf dem Weg. Gelebte Utopie einer Kooperative in Venezuela.

In Barquisimeto, einer Millionenstadt im Westen Venezuelas experimentiert der Kooperativenverbund Cecosesola seit mehr als vier Jahrzehnten mit Selbstverwaltung und Basisdemokratie. Die Kooperativistas betreiben große Gemüsemärkte, produzieren Lebensmittel und bieten Gesundheitsversorgung und andere Dienstleistungen an. Sie arbeiten ohne Chefs, entscheiden im Konsens, bewältigen die Aufgaben im Rotationsverfahren und stellen immer wieder alles in Frage. weiterlesen »

Den Betrieb übernehmen. Einstieg in Transformation? «Besetzen, Widerstand leisten, produzieren»

Auf der Konferenz diskutieren internationale ExpertInnen über Betriebsübernahmen durch Belegschaften, Vergesellschaftung und Demokratisierung von Wirtschaft und Produktion. Sämtliche Beiträge sind nun als Videomitschnitte online verfügbar (siehe weblinks am Ende dieses Texts)

Als Reaktion auf Neoliberalismus und Wirtschaftskrise(n) sind vielerorts Betriebe besetzt und die Produktion von der Belegschaft übernommen worden (Lateinamerika, USA, GB, Kannada etc.) Produktionsgenossenschaften nehmen zu und bilden internationale Netzwerke, um so eine Solidarische Ökonomie als Teil gesellschaftlicher Transformation zu entwickeln. Das Eigentum an Produktionsmitteln ist eine zentrale gesellschaftliche Machtachse, um die in gesellschaftlichen Transformationsprozessen – innerhalb des Kapitalismus und erst recht über ihn hinaus – gerungen wird. Die Privatförmigkeit der Unternehmen vermittelt alltäglich die Erfahrung, dass demokratische Entscheidungen dem Privateigentum untergeordnet sind. Die Veränderung von Kräfteverhältnissen hängt wesentlich davon ab, wie und ob es gelingt, diese Macht einzudämmen und umzugestalten, die systematische Herstellung von Ungleichheiten zu mindern und Mittel für die freie Entwicklung Aller und eines/r Jeden zu entwickeln. Die Frage von Vergesellschaftung/Verstaatlichung, Forderungen nach Belegschaftseigentum und Selbstverwaltung sind mit der gegenwärtigen Krise mit neuer Vehemenz gestellt worden. weiterlesen »

Arbeiterkontrolle in Venezuela

Die Arbeiterbewegung, die in Venezuela heute in Erscheinung tritt, ist noch jung. Sicher hatten ihre Vorläufer, ebenso wie die europäische Arbeiterbewegung, auch ihre Bezüge auf die Oktoberrevolution in Russland. Aber die venezolanische Arbeiterbewegung, wie insgesamt die des lateinamerikanischen Kontinents, hat Besonderheiten, die einen
„europäischen Blick“ auf sie verbieten.

Die Kolonisierung brachte der indigenen Bevölkerung die Erfahrung der Zwangsarbeit. Die Afrikaner kamen in den Ketten der Sklaverei auf den Kontinent. Diese Geschichte und die ungebrochene Rolle des Grossgrundbesitzes schreiben sich bis heute in das Bewusstsein von der Arbeit ein. Dazu kommen die Abhängigkeiten der Ökonomie im internationalen Rahmen von Handel und Industrie, die eine nationale produktive Ökonomie nie entstehen liessen. In Venezuela hat zusätzlich der Ölrenten Kapitalismus die Arbeiterbewegung beeinflusst.

Mit dem Beginn der Bolivarischen Revolution haben auch die Arbeiterkämpfe in
Venezuela eine neue Dynamik entwickelt. Man muss bedenken, dass das Jahr 1989
und eine Revolte der ärmsten Bevölkerungsteile in Caracas und anderen Städten (der „Caracazo“) gegen die Auswirkungen der IWF-Rezepte ein Schlüsseldatum für alles Kommende war. In Europa herrschte zur gleichen Zeit Resignation und die Abgesänge auf revolutionäre Veränderungen kamen in Mode. Die Bolivarische Bewegung entwickelte hingegen seitdem den historischen Optimismus einer Gesellschaft im Aufbruch. weiterlesen »

5 Fabriken - Arbeiterkontrolle in Venezuela

In ihrem nach „Venezuela von unten“ zweiten Film über die politischen und sozialen Veränderungen in Venezuela richten Azzellini und Ressler in „5 Fabriken – Arbeiterkontrolle in Venezuela“ den Fokus auf den industriellen Sektor. weiterlesen »