Arbeiterkontrolle

Selbstverwaltung der Arbeiter*innen im Mittelmeerraum

Die erste Konferenz selbstverwalteter Betriebe im europäischen Mittelmeerraum hatte 2014 bei der besetzten Teefabrik Scop Ti (früher Fralib) in Marseille stattgefunden. Dort war ich leider nicht. Umso mehr habe ich mich gefreut, diesmal bei Vio-Me dabei zu sein, meinen Blick auf Selbstverwaltung zu erweitern, und neue Projekte kennen zu lernen. weiterlesen »

Das Marcora Gesetz in Italien

Das Marcora-Gesetz räumt der Belegschaft ein Vorkaufsrecht an dem insolventen Betrieb ein. D.h., wenn die Belegschaft eines insolventen Betriebes beschließt, eine Genossenschaft zu gründen, um den Betrieb oder Teile davon fortzuführen, kann sie die Anlagen, Hallen usw. des Betriebes vom Konkursverwalter pachten und hat später, wenn das Firmenvermögen versteigert wird, ein Vorkaufsrecht, d.h., bei gleichen Gebot bekommt sie den Zuschlag. Diese Regelung begünstigt die beteiligten Mitarbeiter und stärkt die lokale Ökonomie. weiterlesen »

Pleitegeier, Auftragskiller und eine freche Belegschaft

Seit dem Ende Jugoslawiens vor zwanzig Jahren vernichtet eine wilde
Privatisierungswelle die ökonomische Grundlage der Region. Die streitbaren
und selbstbewussten ArbeiterInnen einer Arzneimittelfabrik in Nordserbien
beweisen, dass es auch anders geht, und haben den Betrieb in Selbstverwaltung
übernommen. Dem serbischen Gesundheitsministerium passt das nicht.

weiterlesen »

Juan Pablo Hudson "Wir übernehmen"

Jugoremedija, eine Arzneimittelfabrik in Zrenjanin/Serbien: besetzt 2003, in Selbstverwaltung betrieben bis 2013. Bike Systems GmbH bzw. Strike Bike in Nordhausen/Thüringen: besetzt 2007, selbstverwaltet bis 2010. Die Baustofffabrik Vio.me in Thessaloniki: besetzt 2012, selbstverwaltet seit 2013. Fralib, das südöstlich von Marseille gelegene Teebeutelwerk: besetzt seit 2010, die Selbstverwaltung ist im Anlaufen. Trotz fast sechsjähriger Krise ist die Liste besetzter und in Selbstverwaltung überführter Firmen in Europa überschaubar und die Vernetzung untereinander prekär. weiterlesen »

Selbstorganisation in Griechenland in Zeiten der Krise

Es fällt schwer, sich die Lebenssituation der Menschen in Griechenland wirklich vorzustellen: Das Gesundheits- und Verkehrssystem ist zusammengebrochen, die Jugendarbeitslosigkeit nähert sich der 60%-Marke, Gehälter, Renten und Arbeitslosengeld wurden drastisch gekürzt.
weiterlesen »

Arbeitskämpfe um Selbstverwaltung in Griechenland

Der erste Mai – Kampftag der Arbeiterbewegung – oder heute in Deutschland oft nur noch Tag der Arbeit genannt. Zu diesem Anlass reisten Delegierte aus griechischen Projekten nach Deutschland, um über ihre Kämpfe und die Situation in Griechenland zu berichten. Dabei sind unter anderem ehemalige MitarbeiterInnen des staatlichen Rundfunk- und Fernsehsenders Elliniki Radiofonia Tileorasi (ERT), die neu gegründete Genossenschaft H Efimerida ton Syntakton (Zeitung der Redakteure) und Arbeiter der besetzten Baustofffirma »Viomichaniki Metallevtiki« (vio.me). weiterlesen »

Vivex feiert dreijähriges Jubiläum seiner Verstaatlichung

Die vor drei Jahren verstaatlichte und unter Arbeiterkontrolle geführte Fabrik Vivex in Barcelona - nicht in Katalonien, sondern im Osten Venezuelas - ist mittlerweile unabhängig von staatlichen Zuwendungen. weiterlesen »

Argentiniens besetzte Betriebe

In den 1990er Jahren und danach in verstärktem Maß als Konsequenz der Finanz- und Wirtschaftskrise von 2001/2002 entstanden in Argentinien eine Vielzahl von sozialen Bewegungen: neue Gewerkschaften, Arbeitslosenorganisationen, Nachbarschaftsversammlungen, Müllsammler und besetzte, selbstverwaltete Betriebe (Uriona 2006: 89). weiterlesen »

Elefanten für die Arbeiter

Der Lebensmittelgigant will Tee für die Marke Eléphant künftig in Polen produzieren. Doch die Arbeiter beanspruchen die Marke für sich und wollen die Fabrik in Marseille aufrechterhalten.

Auf der Packung steht auf Französisch »Der Mate von Fralib«, darunter ist ein Trinkgefäß und ein Strohhalm aus Metall abgebildet. Mit diesen Utensilien trinken über 80 Prozent der argentinischen Bevölkerung regelmäßig Mate-Tee. weiterlesen »

Eine Inspiration für Europa

Vor elf Jahren kam es in Argentinien nach einer langen Rezession zu einer Banken- und Finanzkrise und in der Folge zu großen sozialen Konflikten und Massenprotesten. Auch wurden zahlreiche Betriebe, die schließen mussten, von den dort ehemals Beschäftigten besetzt. In vielen Fällen konnte eine Betriebsübernahme durch Arbeiterkooperativen durchgesetzt werden. Der Sozialwissenschaftler Andrés Ruggeri ist Leiter einer Arbeitsgruppe der Univer­sität Buenos Aires, die das Phänomen der empresas recuperadas, der »reaktivierten Unternehmen«, seit 2002 untersucht. weiterlesen »

Inhalt abgleichen