Rätedemokratie

Die Arbeit im Sozialismus (1954)

Der Genosse Pannekoek hat diesen Beitrag mit einem Begleitbrief geschickt, aus dem wir einleitend eine Stelle zitieren wollen. Er schreibt: weiterlesen »

Neue Linke und Arbeiterselbstverwaltung in Jugoslawien

Die Ideen von "Arbeiterkontrolle" und "Arbeiterselbstverwaltung" zogen sich quer durch die vielfältigen Protestbewegungen am Ende der 1960er und Beginn der 1970er Jahre, die gemeinhin unter der Chiffre "1968" firmieren. Am deutlichsten drückte sich diese transnationale Tendenz wahrscheinlich im Mai 1968 während des Generalstreiks in Frankreich mit seinen Forderungen nach "Autogestion" (Selbstverwaltung) aus. weiterlesen »

Arbeiterselbstverwaltung in Jugoslawien

„Produzentendemokratie“ und „Arbeiterselbstverwaltung“ sind Begriffe, die in der Diskussion über eine alternative Wirtschaftsordnung untrennbar mit dem „jugoslawischen Experiment“ verbunden sind. Der „Dritte Weg“ des jugoslawischen Sozialismus bildete einen wichtigen Referenzpunkt für die Debatten der internationalen Linken. Seit der Abkehr der jugoslawischen KommunistInnen von Moskau 1948 stand Jugoslawien für den erfolgreichen Bruch eines sozialistischen Landes mit dem „Stalinismus“. Die Proklamation der „Arbeiterselbstverwaltung“ knüpfte an die Ideen einer demokratischen Linken jenseits der konservativen Sozialdemokratie im Westen und des bürokratisierten „Staatssozialismus“ im Osten an. weiterlesen »

Form oder Förmchen?

Ein neuer Sammelband lotet Erfahrungen, Möglichkeiten und Grenzen von Arbeiterselbstverwaltung aus – Fabrikbesetzungen und Arbeiterkontrolle, in vielen Ländern der Welt spielen diese Kampfformen auch heute eine wichtige Rolle. Erinnert sei an die Kachelfabrik Zanon und das Textilwerk Bruckmann in Argentinien. Aber auch in Venezuela fand die Bewegung der besetzten Fabriken bei einem Teil der Internatio-nalismusbewegung eine starke Beachtung, vor allem bei jenen, die ihren Fokus weniger auf Chavez und die Regierung als auf die Selbstorganisation der Bevölkerung richteten. weiterlesen »

Aktualität von Arbeiterkontrolle und Rätebewegungen

Die letzten beiden umfassenden Darstellungen von Arbeiterräten und Arbeiter-selbstverwaltung stammen aus den Jahren 1971 und 1991. Ernest Mandel gab 1971 die Anthologie Arbeiterkontrolle, Arbeiterräte, Arbeiterselbstverwaltung heraus, die auch weniger bekannte Beispiele wie Seattle 1919, Bolivien 1953-1963, Algerien und Indonesien berücksichtigte. 1991 legte der Iraner Assef Bayat die Studie Work, Politics and Power – an international perspective on workers' control and self- management vor, die insbesondere den globalen Süden in den Blick nahm. weiterlesen »

Historische Forschungen zur Revolution 1918/19 in Deutschland und ihre Rezeption in der Zeit der Außerparlamentarischen Opposition in der BRD und Westberlin

Immer wieder hat es in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland heftige Auseinandersetzungen zu historischen Ereignissen gegeben, die relevante Teile der Öffentlichkeit erreichten und zum Politikum wurden. Erinnert sei beispielsweise an die so genannte Fischer-Kontroverse, an den „Historikerstreit“ oder an die Diskurse zu Goldhagens „willigen Vollstreckern“. weiterlesen »

Basisdemokratie à la Bolivariana

»Wir brauchen eine Organisation auf nationaler Ebene, damit wir von den staatlichen Institutionen als Akteur ernst genommen werden«, meint Luis. Luis ist Mitglied des Nationalen Netzwerk der Comuneros und Comuneras (RNC), das sich zum Ziel gesetzt hat, aus den Basisinitiativen der Consejos Comunales (CCs), der »kommunalen Räte«, eine landesweite  Struktur zu bilden. weiterlesen »

Rätedemokratie oder das Ende der Politik

In der Novemberrevolution, deren 90jähriges Jubiläum dieses Jahr gefeiert wird, konnten die Linke und die deutsche Gesellschaft wählen zwischen Sozialismus, der auf die Einheit von Politik und Produktionsverhältnissen in Gestalt einer Rätedemokratie zielte, und Sozialdemokratie, die auf die Herstellung der parlamentarischen, repräsentativen, liberalen Demokratie zielte, die die Emanzipation in der Durchsetzung formaler Gleichheits‐ und Freiheitsrechte, also in der Überwindung der Feudalität und der Herstellung der Trennung von Markt und politischer Sphäre sah. weiterlesen »

Wirtschaftsdemokratie, Rätedemokratie und freie Kooperationen

Die Debatten um Wirtschaftsdemokratie und Selbstverwaltung verloren in
den 1980er und 1990er Jahren deutlich an Bedeutung. Von der herrschenden
Politik ist immer und immer wieder auf die Zwangslogik der Wettbewerbsfähigkeit
hingewiesen und die Notwendigkeit der Unterwerfung unter und
der Anpassung an die Gesetzmäßigkeiten der Ökonomie propagiert worden.
Dies alles soll dem Ziel des zukünftigen wirtschaftlichen Erfolgs dienen:
Innovation, Konkurrenzfähigkeit, Sicherung der Arbeitsplätze und der
Einkommen, wirtschaftliches Wachstum, politische Handlungsfähigkeit, weiterlesen »

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