Jugoslawien

Pleitegeier, Auftragskiller und eine freche Belegschaft

Seit dem Ende Jugoslawiens vor zwanzig Jahren vernichtet eine wilde
Privatisierungswelle die ökonomische Grundlage der Region. Die streitbaren
und selbstbewussten ArbeiterInnen einer Arzneimittelfabrik in Nordserbien
beweisen, dass es auch anders geht, und haben den Betrieb in Selbstverwaltung
übernommen. Dem serbischen Gesundheitsministerium passt das nicht.

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Die Frage der Autogestion

Aus dem umfangreichen Oeuvre Henri Lefebvres (1901-1991) werden vor allem seine Arbeiten zum Raum rezipiert. Seine Kritik an allen Formen von Herrschaft, die sich wie ein roter Faden durch seine Texte zieht, findet hingegen weniger Beachtung. Dabei hat der französische Philosoph den größten Teil seines politischen Lebens an zwei Fronten gekämpft: Kritik des kapitalistischen Gesellschaftssystems und Kritik des dogmatisch-orthodoxen Marxismus. weiterlesen »

Beugemaßnahmen - Selbstverwaltete Fabrik »Jugoremedija« in Serbien soll in den Bankrott getrieben werden

Am 1. August 2012 verhaftete die Polizei von Zrenjanin den Generaldirektor des
selbstverwalteten Pharmazeutik-Unternehmens Jugoremedija, Zdravko Deuric, dessen
Finanzdirektorin, Anika Malusic, sowie Milana Zlokas und Stevan Gregovic, VertreterInnen
des assoziierten Unternehmens Penpharm1, wegen »Verdachts auf kriminellen
Machtmissbrauch«. Bei den Verhafteten handelt es sich just um diejenigen, die die weiterlesen »

Neue Linke und Arbeiterselbstverwaltung in Jugoslawien

Die Ideen von "Arbeiterkontrolle" und "Arbeiterselbstverwaltung" zogen sich quer durch die vielfältigen Protestbewegungen am Ende der 1960er und Beginn der 1970er Jahre, die gemeinhin unter der Chiffre "1968" firmieren. Am deutlichsten drückte sich diese transnationale Tendenz wahrscheinlich im Mai 1968 während des Generalstreiks in Frankreich mit seinen Forderungen nach "Autogestion" (Selbstverwaltung) aus. weiterlesen »

Arbeiterselbstverwaltung in Jugoslawien

„Produzentendemokratie“ und „Arbeiterselbstverwaltung“ sind Begriffe, die in der Diskussion über eine alternative Wirtschaftsordnung untrennbar mit dem „jugoslawischen Experiment“ verbunden sind. Der „Dritte Weg“ des jugoslawischen Sozialismus bildete einen wichtigen Referenzpunkt für die Debatten der internationalen Linken. Seit der Abkehr der jugoslawischen KommunistInnen von Moskau 1948 stand Jugoslawien für den erfolgreichen Bruch eines sozialistischen Landes mit dem „Stalinismus“. Die Proklamation der „Arbeiterselbstverwaltung“ knüpfte an die Ideen einer demokratischen Linken jenseits der konservativen Sozialdemokratie im Westen und des bürokratisierten „Staatssozialismus“ im Osten an. weiterlesen »

Anna Leder (Hg.): Arbeitskämpfe im Zeichen der Selbstermächtigung. Kollektive Gegenwehr in Frankreich, Deutschland, der Schweiz, Österreich und Serbien

Weltweit und auch in Europa treten Unternehmen zunehmend aggressiver auf. Die Gewerkschaften weichen vor ihnen zurück. In den vergangenen Jahren entstanden daher europaweit „wilde” Arbeitskämpfe. Von den unterschiedlichen Formen dieses Widerstandes, von Streiks und Betriebsbesetzungen, von Managerfestsetzungen und spontanen Kundgebungen berichten die AutorInnen in diesem Buch.
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Wirtschaft und Demokratie gemeinsam denken

In ihrer Forderung nach mehr Demokratie scheint sich die Arbeiterbewegung kaum von anderen Emanzipationsbewegungen zu unterscheiden. Der entscheidende Punkt aber ist, diese nicht nur auf politischer Ebene zu verlangen, zu erkämpfen oder einfach zu machen, sondern auch auf einer wirtschaftlichen – bzw. diese Trennung zwischen politischer und wirtschaftlicher Ebene schlicht nicht zu akzeptieren. weiterlesen »