1. Eine andere Welt war möglich


    Ende Oktober 1918: Die Matrosen der in Kiel und Wilhelmshaven liegenden Hochseeflotte verweigern ihren Offizieren den Gehorsam. Sie nehmen ihren Vorgesetzen die Waffen und Rangabzeichen ab und übernehmen in den Küstenstädten selbst die Befehlsgewalt. Am nächsten Tag treten die Werftarbeiter in den Streik und stellen sich an die Seite der Soldaten. Die deutsche Revolution hat begonnen.
    weiterlesen »

  2. Die Tragödie der Frauenemanzipation

    Ich beginne meinen Artikel mit einem Geständnis; ungeachtet aller politischen und ökonomischen Theorien, welche die fundamentalen Verschiedenheiten zwischen den mannigfachen Gruppierungen innerhalb der Menschheit behandeln; ungeachtet aller Klassen- und Rassenunterschiede; ungeachtet aller künstlich gezogenen Grenzlinien zwischen den respektiven Rechten des Mannes und der Frau — bin ich der Meinung, dass es eine Etappe gibt, woselbst all diese Verschiedenheiten sich begegnen und zu einem einigen Ganzen verschmelzen. weiterlesen »

  3. Anna Leder (Hg.): Arbeitskämpfe im Zeichen der Selbstermächtigung. Kollektive Gegenwehr in Frankreich, Deutschland, der Schweiz, Österreich und Serbien

    Weltweit und auch in Europa treten Unternehmen zunehmend aggressiver auf. Die Gewerkschaften weichen vor ihnen zurück. In den vergangenen Jahren entstanden daher europaweit „wilde” Arbeitskämpfe. Von den unterschiedlichen Formen dieses Widerstandes, von Streiks und Betriebsbesetzungen, von Managerfestsetzungen und spontanen Kundgebungen berichten die AutorInnen in diesem Buch.
    weiterlesen »

  4. Vera Bianchi: Feministinnen in der Revolution - Die Gruppe Mujeres Libres im Spanischen Bürgerkrieg

    Die Gruppe Mujeres Libres (Freie Frauen) wurde kurz vor Ausbruch des Spanischen Bürgerkriegs gegründet, um sich zwei Zielen zu widmen: der sozialen Revolution und der Verbesserung der Situation der Frauen. In den drei Jahren ihres Bestehens waren mehr als 20.000 Mitglieder in über 150 Ortsgruppen organisiert; sie gaben eine Zeitschrift heraus, leiteten Bildungs- und Ausbildungskurse für Frauen, organisierten Hilfsarbeiten für die Frontkämpfer und eigene Kolonnen von Frontkämpferinnen. weiterlesen »

  5. Mythos Kronstadt - Im Spiegel aktueller russischer Veröffentlichungen

    Die Ereignisse in Kronstadt 1921 spielen bis heute eine außerordentlich große Rolle im Geschichtsbewusstsein der Linken. Nicht nur, dass jede ausführliche Debatte zwischen Anarchist*innen und Marxist*innen fast unweigerlich auf das Thema kommt – Kronstadt gehört zu wichtigsten Gründungsmythen der Rätekommunist*innen, trägt wie kaum eine andere gewaltsame Maßnahme zur negativen Bewertung von Figuren wie Lenin und Trotzki durch die linke Öffentlichkeit bei und wird immer wieder als Beispiel für Unterschied zwischen „Revolution von unten“ und „Revolution von oben“ herbeizitiert. weiterlesen »

  6. Nichts gegen junge Bankangestellte...

    Im Herbst 1994 hielt Ernest Mandel im Kulturzentrum "Rote Fabrik" in Zürich einen seiner letzten Vorträge vor seinem Tod im Juli 1995. Mandel widmete sich dem immer wieder aktuellen Thema "Krise", plädierte für einen Sozialismus der Selbstverwaltung und nahm gegen Ende seiner Ausführungen bereits den Slogan der "99%" vorweg, der Jahre später zur Parole der Occupy-Bewegung werden sollte.

    Der Vortrag erschien später in einem Sammelband unter dem Titel "Krise - welche Krise?" und ist im folgenden dokumentiert.

    ------------- weiterlesen »

  7. Rätedemokratie oder das Ende der Politik

    In der Novemberrevolution, deren 90jähriges Jubiläum dieses Jahr gefeiert wird, konnten die Linke und die deutsche Gesellschaft wählen zwischen Sozialismus, der auf die Einheit von Politik und Produktionsverhältnissen in Gestalt einer Rätedemokratie zielte, und Sozialdemokratie, die auf die Herstellung der parlamentarischen, repräsentativen, liberalen Demokratie zielte, die die Emanzipation in der Durchsetzung formaler Gleichheits‐ und Freiheitsrechte, also in der Überwindung der Feudalität und der Herstellung der Trennung von Markt und politischer Sphäre sah. weiterlesen »

  8. Wirtschaftsdemokratie, Rätedemokratie und freie Kooperationen

    Die Debatten um Wirtschaftsdemokratie und Selbstverwaltung verloren in
    den 1980er und 1990er Jahren deutlich an Bedeutung. Von der herrschenden
    Politik ist immer und immer wieder auf die Zwangslogik der Wettbewerbsfähigkeit
    hingewiesen und die Notwendigkeit der Unterwerfung unter und
    der Anpassung an die Gesetzmäßigkeiten der Ökonomie propagiert worden.
    Dies alles soll dem Ziel des zukünftigen wirtschaftlichen Erfolgs dienen:
    Innovation, Konkurrenzfähigkeit, Sicherung der Arbeitsplätze und der
    Einkommen, wirtschaftliches Wachstum, politische Handlungsfähigkeit, weiterlesen »

  9. Anton Pannekoek: Arbeiterräte - Texte zur sozialen Revolution

    Das Hauptwerk des holländischen sozialistischen Theoretikers und Rätekommunisten Anton Pannekoek, erstmals veröffentlicht 1946 unter dem Titel `De Arbeidersraden', liegt nach über 60 Jahren nun auch in einer deutschen Übersetzung vor. Erschienen in einem 700 Seiten starken "Beiheft 1" der Zeitschrift "Archiv für die Geschichte des Widerstandes und der Arbeit" wird der Text eingerahmt von zahlreichen weiteren Schriften Pannekoeks, auf die sich der Untertitel "Texte zur sozialen Revolution" bezieht. weiterlesen »

  10. Andreas Merkens, Victor Rego Diaz (Hrsg.): Mit Gramsci arbeiten. Texte zur politisch-praktischen Aneignung Antonio Gramscis

    Warum sollte eine heutige Lektüre von Antonio Gramsci gewinnbringend sein? Gramsci (1891–1937) begegnete den gesellschaftlichen Umbrüchen und Krisen seiner Zeit nicht mit fertigen Antworten und Gewissheiten. Statt die Begriffe dogmatisch zu schließen, praktiziert er ein Denken, das bestehende Einsichten und Kategorien der marxistischen Theoriebildung differenziert, erneuert und in politisch-praktischer Absicht zuspitzt. weiterlesen »

Inhalt abgleichen